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Mineralien-
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Zum Thema „Lesestein“
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Was ist ein Lesestein?Nun, der Begriff „Lesestein“ ist nicht neu. Johann JACOBS, Hauptlehrer in Brohl am Rhein und eifriger Erkunder der Osteifel, verwendete ihn schon. In “Wanderungen und Streifzüge durch die Laacher Vulkanwelt“, erschienen als Heft 2 der Reihe „Die Rheinlande“ im Jahre 1913, schreibt er auf Seite 48: „Die grauen Tuffe führen in der näheren Umgebung des Laacher Sees auch in ungleich reicherem Maße als die Bimssteintuffe die berühmten Laacher Lesesteine. Das sind zunächst Bomben des Materials, das den Hauptbestandteil der Tuffe selbst bildet, nämlich „Laacher Trachyt“ in vielen hellen und dunklen Abarten und Übergangsstufen zu anderen Arten von Lesesteinen, nämlich zu Sanidinit und Hornblendegesteinen mit vollständig kristalliner Struktur zuletzt. Auch Übergangsformen vom Trachyt zum Bimsstein lassen sich beobachten. Der Trachyt umschließt vielfach andere Arten von Lesesteinen, so außer Sanidiniten und Hornblendegesteinen noch besonders Schiefer, sowohl devonische wie auch solche, die der Kontaktzone eines Tiefengesteins entsprechen. Der Trachyt war somit zum Teil noch plastisch bei der Eruption. Diese Kontaktschiefer - mögen sie im Trachyt stecken oder selbständige Auswürflinge bilden - sind oft mannigfaltig verändert: zum Teil bimssteinähnlich aufgebläht, verschlackt, umgebildet, so daß sie auf Sanidin- oder Hornblende-Augit-Glimmergesteine hinweisen. Auch die Ausbildung der Sanidinite und Hornblendegesteine ist ungemein mannigfaltig; Zwischenstufen dieser beiden Grenzglieder einer magmatischen Spaltung gibt es in Menge. Im Sanidinit treten zu den obengenannten gewöhnlichen Mineralien der Laacher Auswürflinge noch manche seltenere Mineralien: Nephelin, Orthit, Zirkon, Cancrinit, Azor-Pyrrhit (=Pyrochlor). Besonders häufig sind Nosean und Hauyn; Olivin fehlt den Sanidiniten. Sanidinit und Hornblendegesteine sind zuweilen bimssteinähnlich aufgebläht. Augitkristalle bis zu 8 cm Größe sind in den Trachyten und lose in den Tuffen. Die für die Leuzittuffe so charakteristischen großen Bruchstücke reinen Sanidins fehlen. Eine Deutung dieser so ungewöhnlich mannigfaltig ausgebildeten Laacher Auswürflinge mit ihren zahllosen Übergangsformen und ihrem wechselnden Mineralgehalt ist sehr schwer. Sie lassen sich kaum zu abgegrenzten Typen trennen; die Erklärung einer Art scheitert, wenn man die anderen Arten außer acht läßt. Am besten kommt man zurecht, wenn man in der Tiefe einen Stock vom Charakter eines Syenits mit verschiedenartigem Ganggefolge und einer schiefrigen Kontaktzone annimmt. Heiße Dämpfe haben jedenfalls in ihm mannigfache Veränderungen und Mineralneubildungen erzeugt; auch die Schieferkontaktzone ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Durch weitere vulkanische Einflüsse wurde dann dieses mit seiner Kontaktzone zum Teil umgebildete Tiefengestein eruptiv. Bimsstein und Trachyt sind vielleicht nur die vollständig umgeschmolzenen Teile des Gesteinsstockes. Auf einen Syenit aber weist nicht nur der mineralische Gehalt der wenigst veränderten Lesesteine, sondern auch das Vorkommen von Phonolith in der Nähe. Die Laacher Auswürflinge stehen dem Eläolithsyenit sehr nahe; die Auswürflinge dürften größtenteils dem Ganggefolge eines solchen entstammen. Die beigefügten Tabellen geben nähere Auskunft über die Laacher Gesteine. Es sei hier auch auf die in den letzten Jahren veröffentlichten Schriften von Geh. Bergrat Prof. Dr. Brauns (Bonn) über die Laacher Auswürflinge hingewiesen, in denen er die Lesesteine und ihre Beziehungen untereinander, sowie die in ihnen vorgegangenen Veränderungen zum Gegenstand der Untersuchungen macht. Die Ergebnisse sind ebenso interessant wie überzeugend.“ Soweit das Zitat. Wir hoffen, mit dem "Lesestein" eine aktuelle Quelle der Information über das Vereinsleben zur Verfügung stellen zu können. Rudi Thomas
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